Ergänzend zu den öffentlichen Veranstaltungen entstanden im Rahmen des Thementags zwei vertiefende Zeitzeugeninterviews. Mit Uwe Dern, dem ersten Mitarbeiter des Fanprojekts Jena, und Heidi Vater, einer ehemaligen Nationalspielerin der DDR, konnten zwei unterschiedliche Perspektiven auf die Fußballgeschichte und die gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 dokumentiert werden.
Uwe Dern steht dabei für die Geschichte der organisierten Fanarbeit, die gerade in den Jahren des Umbruchs vor neuen Herausforderungen stand. Das Interview eröffnet Einblicke in die Entwicklung der Fankultur und die Bedeutung des Fanprojekts als Vermittler zwischen Fans, Vereinen und Gesellschaft.
Mit Heidi Vater richtet sich der Blick auf den Frauenfußball, dessen Geschichte in der DDR und während der Transformationszeit bislang deutlich weniger öffentliche Aufmerksamkeit erfahren hat als die des Männerfußballs. Ihre Erinnerungen ergänzen die Geschichte des sportlichen Umbruchs um eine wichtige Perspektive.
Beide Interviews verbinden persönliche Erfahrungen mit größeren gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie machen deutlich, dass die Geschichte des Fußballs auch eine Geschichte von Zugehörigkeit, Engagement und veränderten Handlungsmöglichkeiten ist.
Die Gespräche werden zum Jahreswechsel 2026/27 im Rahmen der zweiten Staffel von „UM/BRUCH 89–94“ veröffentlicht.
Foto: Christian Faludi / GEDG


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