Die Umweltbewegung spielte eine wichtige Rolle innerhalb der Opposition gegen die SED-Diktatur. Umweltgruppen, kirchliche Initiativen und unabhängige Netzwerke schufen Räume für gesellschaftliche Kritik und politisches Engagement. Mit der Friedlichen Revolution von 1989 veränderten sich die Möglichkeiten und Ziele dieser Initiativen grundlegend.
Im Rahmen des Thementags „Umweltbewegung“ in Großhennersdorf führten wir zwei Zeitzeugeninterviews mit Andreas Schönfelder und Thomas Pilz. Beide engagierten sich bereits in der DDR in oppositionellen Zusammenhängen und waren in der Umweltbewegung aktiv.
Die Gespräche widmeten sich den politischen Handlungsspielräumen in der späten DDR, den Erfahrungen oppositioneller Arbeit und dem Engagement im Umfeld des Neuen Forums. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie aus gesellschaftlicher Kritik politisches Handeln wurde und welche Veränderungen die Ereignisse von 1989/90 für die Beteiligten mit sich brachten.
Die Erinnerungen von Andreas Schönfelder und Thomas Pilz eröffnen persönliche Einblicke in die Geschichte der Friedlichen Revolution und der anschließenden Transformationszeit. Sie zeigen zugleich, wie sich die Rolle früherer Oppositioneller nach dem Ende der DDR veränderte und welche neuen Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen mit dem politischen Umbruch verbunden waren.
Die beiden Interviews werden zum Jahreswechsel 2026/27 im Rahmen der zweiten Staffel von „UM/BRUCH 89–94“ veröffentlicht.
Foto: Christian Faludi / GEDG


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